Historie
Vorgänger des Betons
Der Vorgänger des heutigen Betons bestand aus Gestein, das mit einem Bindemittel, in der Regel Kalk, verfestigt wurde und als Bodenbelag Anwendung fand.
Erste Hinweise finden sich 14.000 v. Chr. in der heutigen Türkei. Weitere Funde sind aus dem Jahre 7000 v. Chr. im heutigen Israel, 5000 v. Chr. an der Donau (»Eisernes Tor«) und 3000 v. Chr. in China bekannt.
Beton
Antike: Römischer Beton
Am Beginn des 3. Jahrhunderts vor Christus wurden von römischen Baumeistern erstmals Mischungen aus Gesteinen, Sand, Wasser und gebranntem Kalkstein oder vulkanischer Asche (aus der Nähe von Neapel) hergestellt (Römischer Beton) für zusammenhängende Bauteile mit hoher Druckfestigkeit wie Brücken, Mauern, Hafenmolen und später Kuppelbauten. Die Druckfestigkeiten dieses »Römischen Betons« liegen heute bei 5 bis 40 N/mm².
Im Bild ein Querschnitt durch das Pantheon, einem der ältesten bekannten Kuppelbauwerke aus Beton aus dieser Zeit.
Die Römer verwendeten meist Ziegel als verlorene Schalung.
Meilensteine in der Neuzeit
Zur Namensgebung: der Physiker und Mathematiker Bernard de Bélidor benannte 1753 ein Gemisch aus wasserbeständigen Mörtel und groben Zuschlägen als »bèton« bezeichnete. Das Wort leitet sich aus dem Altfranzösischen »bethyn« (Mauerwerk), ab.
Ab 1755 forschte der Engländer John Smeaton an der Entwicklung des Betons. Verbesserungen wie der Portlandzement (1824) leiteten den modernen Betonbau ein. Der Stahlbeton geht auf den französischen Gärtner und Bauunternehmer Joseph Monier zurück, der seine Blumentröge mit einem Drahtgeflecht bewehrte (Patent 1867). Vor ihm wurde jedoch bereits von einem französischen Adeligen mit Namen Lambot ein ähnliches Patent für die Herstellung von Booten angemeldet.
Der älteste Betonbau im deutschsprachigen Raum liegt in Offenbach/Frankfurt. Es handelt sich dabei um eine Bogenbrücke und einen Tempel für die Gewerbeausstellung.
Die erste Spannbetonbrücke wurde 1939 gebaut.


